Grün kommt

Im Wahlkampf 2002 zur Bundestagswahl lies sich der Kanzlerkandidat der SPD, Gerhard Schröder, von einigen namhaften Größen aus Kunst und Kultur hofieren, da er befürchtete, die Wahl könne knapp werden. Erstmals wurde ein Wahlkampf nach noch stärker nach amerikanischen Vorbild geführt, so dass Sachziele dem Personenkult wichen. Edmund Stoiber (CDU) und Gerhard Schröder (SPD) standen sich im „TV-Duell“ gegenüber – ein kleines Fernsehspiel ohne echte Inhaltsbedeutung.

Als ich an er Ampel stand, kam mir die Idee zu einem Wahlkampfplakat und -slogan („Grün kommt„) für die – mir sehr sympatischen – Grünen. Den Vorschlag schickte ich den Bundes-Grünen, zusammen mit einer freundlichen Mail zur freien Verwendung. Zu diesem Zeitpunkt allerding kamen die Grünen nicht, sie waren schon da und hatten 11% – der Slogan passte also nicht ganz. Jetzt zur Kommunalwahl 2004 hängt das Plakat aber an jeder Strassenecke.

Die Fotomontage entstand aus zwei Bildern der Ampel (Ecke Friedrick-Ebert-Strasse / Augustastrasse in Münster) im Zustand der Bereitschaft („Grün kommt„) und der Grünphase (Ampelmännchen). Das Männchen wurde nachträglich einmontiert. Als Schriftart verwenden die Grünen-Designer scheinbar gerne den alten Apple MacIntosh Font „Chicago„. Gut, das kann ich auch.