Bergwerksstollen

Über meine Arbeiten für RadioLukas [Link] wurde André Jethon aus Münster auf mich aufmerksam. Für seine Masterarbeit an der Ruhruniversität Bochum suchte er ein Umschlagbild, das das etwas sperrige Thema seiner Arbeit („Die Problemlagen bei der Einführung des Neuen Kommunalen Finanzmanagements (NKF) im Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)„) ansprechend illustrieren sollte.

Wir kamen schnell zu der Idee, es müsse etwas mit dem Bergbau zu tun haben, u.a. weil die Arbeit an der Ruhr-Uni entsteht. Weiterhin war ein beliebter Ausspruch „Vor der Hacke ist es duster.“, was soviel meint wie: Man weiß nicht, was einen erwartet. Im Detail führte die Idee dazu, André im Anzug in einem Bergbau-Dress in einen Stollen unter Tgae zu setzen. Aber wie sollte das genau aussehen? Ein einfacher Fototermin in einem Stollen fiel aus.

Blieb eigentlich nur die Möglichkeit, einen Stollen in 3D selber zu bauen und André irgendwie da hinein zu positionieren. Damit aber überhaupt etwas zu sehen ist, kam uns die Idee mit dem Terrarium. Eine Art Ameisenfarm, nur halt als Bergwerksstollen mit André als ermatteter Bergarbeiter darin.

Neben den Fotos, die wir mit viel Spaß bei André zuhause machten, mußte für die Authentizität auch der Bochumer Fördertum erstellt werden. Er wurde aus zig Teilen in Cinema 4D erstellt. Ebenso der Stollen. Ausgehend von einem Klotz, wurde er in 3D so geknetet, wie man es auch als Modellbauer machen würde. Immer haben wir die Details diskutiert und das Gesamtbild verfeinert. Am schwierigsten – wie immer eigentlich – war die stimmige Beleuchtung.

André war mit der Arbeit letztlich wirklich zufrieden, und das Bild schmückt nun seine Masterarbeit.