Springsteen & I

Ridley Scott rief und die Bruce-Springsteen-Fans, zu denen sich der werte Autor dieses Textes in massiver Weise zählt, sollten kommen und ihre Geschichte erzählen.
Und egal, ob es um Springsteen geht oder um Menschenfresser, abgestürzte Militärhubschrauber auf Terroristen-Gebiet oder Aliens: Wenn Ridley Scott ruft, muss man sich einfach bewerben!

In dem neuen RS-Projekt „Springsteen & I“ geht es darum, das Fans Ihrer ganz persönliche Geschichte zur Musik oder der Person Springsteen erzählen und filmisch gestalten. Das kann kurz & knapp in drei Worten sein, eine künstlerische Aufarbeitung als abstrakte Film-Kollage oder als bebilderte Geschichte in der es um den „Boss“ geht. Für letzteres habe ich mich entschieden, wenngleich es durchweg schwierig ist, die Faszination „Springsteen“ in einem kurzen Rahmen abzuhandeln.

Die geplante Dokumentation soll dann in einer geeigneten Form 2013 oder 2014 in den Kinos der Welt zu sehen sein. Gerade deshalb war es den Verantwortlichen auch wichtig, nicht nur auf 9:16 Handy-Aufnahmen zurückgreifen zu müssen, sondern auf HD-Material.

Und so saß ich in den Tagen Anfang Dezember im letzten Jahr vor meiner Kamera im Wohnzimmer und erzählte meine „Springsteen-Story“.

Erwartungsgemäß ist es recht schwer, gleichzeitig den darstellerischen Part, die Regie und Kameraführung zu übernehmen. Hinzu kam, dass dieses Filmchen natürlich auch sehr persönlich war und ich es kaum ertrage, anderen meine halbgaren Arbeiten vorzutragen. So sah ich mich genötigt, alles selbst und alleine zu machen. Die wichtigsten Eckpunkte: Nicht als fanatischer Vollidiot rüberkommen; nicht langweilig werden! Das Ganze auch noch in den zeitlichen Rahmen von 5 Minuten auf HD zu bekommen, waren weitere tackling points. Und: Alles auf Englisch natürlich.

Etwas zittrig waren nach drei Tagen zusammengeschnittene 7 Minuten im Kasten mit denen ich mich gut anfreunden konnte. Natürlich ist es schwer sich selbst vor der Kamera zu erleben, um dann noch in einer fremden Sprache gefühlsduselige Geschichten zum Besten zu geben, die für das außenstehende Publikum vielleicht nur rudimentär interessant sind. Und im Nachhinein sind mir natürlich auch noch zig kleine Fehler aufgefallen von sprachlichen Unfeinheiten einmal abgesehen.

Dann begann noch am Tag der ersten deadline der Teil der Datenübermittlung von 1,7 GB auf die Server von Ridley Scott Association (RSA). Eine nervenzerrende Geduldsprobe! Immer wieder riss die Verbindung ab und ich musste von Neuem starten. Letztlich – nach einer durchwachten Nacht vor dem Rechner – und mit der Hilfe der wirklich engagierten RSA-Helfer für dieses Projekt, gelang es dann schließlich doch. Mein Schnipsel „Springsteen-Geschichte“ ist da.

Auf YouTube oder ähnlichen Filmportalen sollte man seinen Film jedoch noch nicht vorführen, da das Material möglichst „unverbraucht & frisch“ vorliegen soll. Darüber hinaus könnten sich evtl. rechtlich problematische Aspekte ergeben. Somit gibt es hier jetzt auch nicht viel mehr zu sehen als mein kleiner Photoshop-Entwurf oben. Auf alles Weitere darf man gespannt sein. Sobald etwas veröffentlicht wird oder werden darf, lest Ihr es hier.
An dieser Stelle meinen herzlichen Dank  – once more –  an Henning Jedrzejek für seine Hilfe beim Sound.

 

Das Projekt Springsteen & I wurde nun doch mehrfach verlängert u.a. auch, weil es noch zu wenig Beteiligung von Fans aus Europa gab. Der momentane Einsendeschluss gilt noch bis Ende Februar. Ich kann jeden Springsteen-Fan nur dringend raten, sich an diesem spannenden Projekt zu beteiligen: Näher an die Ikone kommt man selten. Und wer sich dann irgendwann vielleicht selbst von einer Kinoleinwand im dichten Zusammenhang mit seinem Idol flimmern sieht, wird platzen vor Stolz. It‘ a lifetime experience! Und Bruce segnet am Ende alles ab, so RSA!
Also: Mitmachen, Fans!

Herzliche Grüße,